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Ein Ostergottesdienst wird gesprengt

Erinnerung an die Osterversammlung der Täufer 1528 

Mittwoch 12.4 17, 19 Uhr, Hinterer Lech 2, Augsburg

Vom Tod zum Leben: Der Weg des Hans Leupold  

Dienstag, 25.4.17, 18.00, Zukunftsdenkmal am Fuß- und Radweg vom Klinkertor zum Eisstadion, Augsburg

Augsburg, 12. April 1528. Am Ostersonntag in aller Frühe versammeln sich im Haus von Susanna und Hans Daucher hundert Männer und Frauen. Sie wollen miteinander die Auferstehung Christi feiern. Doch die Versammlung ist illegal. Nach anfänglicher Duldung können sich die „Gartengeschwister“ inzwischen nur noch im Geheimen treffen. Zwölf Personen verlassen die Versammlung vorzeitig. Die Stadtwache umstellt das Haus und verhaftet achtundachtzig Täuferinnen und Täufer. Alle werden verhört, die Auswärtigen bald ausgewiesen.

… in den Versammlungen sei nur das Wort Gottes vorgelesen und gelehrt worden.                                  Verhörprotokoll der Maxentia Wissinger, April 1528

Die Augsburger unter ihnen werden noch länger „gütlich und peinlich befragt“, also ohne und mit Folter verhört. Dorothea Fröhlich, Scholastika Stierpaur und Thomas Paur erhalten ein Kreuz auf die Wange gebrannt. Strafe dafür, dass auch sie ihr Haus für Versammlungen geöffnet hatten. Elisabeth Heggenmiller wird die Zunge herausgeschnitten, weil sie Gott gelästert habe. Der Prediger Hans Leupold wird zum Tod verurteilt. Auch die Hausherrin Susanna Daucher wird zu einem Brandzeichen „auf den Backen“ verurteilt. Doch weil sie schwanger ist, wird ihr das „aus Gnaden“ erlassen. Am 21.4.1528 wird sie ausgewiesen. Ihre beiden kleinen Söhne muss sie zurücklassen. Dutzende andere Verurteilte werden „aus der Stadt gehauen“.

Zum Jahrestag des Geschehens werden die Namen der Ostern 1528 Verhafteten und Verurteilten verlesen. Sie sind in den Verhörprotokollen im Augsburger Stadtarchiv überliefert.

Die andere Reformation

Gartengeschwister wurden sie in Augsburg genannt. Um die 1000 sollen es zwischen 1526 und 1528 gewesen sein. Von ihren Gegnern wurden sie als Ketzer, Aufrührer, Wiedertäufer, Schwärmer, Himmelsstürmer, neuer Tauforden oder neue Möncherei diffamiert. Die historische Forschung spricht heute von Täuferbewe-gung oder „radikaler Reformation“.

Sie übten Kritik an der Säuglingstaufe und wollten wie die  frühe  Kirche  nur  Erwachsene  taufen. Die Taufe sahen sie als Zeichen der Entscheidung, Jesus nachzufolgen. Viele verweigerten der Obrigkeit den Waffendienst, weil sie Jesu Gebot der Feindesliebe ernstneh-men wollten. Das machte sie bei den Mächtigen nicht beliebter. Vom Augsburger Stadtrat und der offiziellen Reformation in den Untergrund abgedrängt, wurden sie schließlich gewaltsam vertrieben. Fast überall im „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“ waren sich die entstehenden lutherischen und reformierten Kirchen mit der katholischen  Kirche und den jeweiligen Landesherren einig: Als „Aufrührer“ und „Gottes-lästerer“ müssen die Täufer kriminalisiert, verfolgt und vernichtet werden. Luthers Mitarbeiter Philipp Melanchthon verdammte die „Wiedertäufer“ im Augsburger Bekenntnis in vier Artikeln. Ein gemeinsames Feindbild sollte Brücken bauen zur katholischen Religionspartei. In Gutachten empfahl Melanchthon die Todesstrafe für halsstarrige Täufer.

Augsburg war neben Straßburg ein Hauptzentrum der Täuferbewegung. Erst 1926 gibt es in Augsburg mit den Mennoniten wieder eine täuferische Gemeinde, benannt nach dem niederländischen Predi-ger Menno Simons, 1496-1561. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es hierzulande Baptisten- und freie evangelische Gemeinden. Sie verdanken Taufverständnis und andere Impulse der Täuferbewegung. Ebenso die Anfang des 20. Jahrhunderts entstehenden Pfingstgemeinden und andere Freikirchen.

Wenig war bisher in den Jubiläumsveranstaltungen „500 Jahre Reformation“ von diesem damals unterdrückten Flügel  der  Reformation  die  Rede.  Das soll sich in Augsburg ändern. Eine Veranstaltungsreihe will  an die Anfänge der Täuferbewegung erinnern und nach heutigen und zukünftigen Herausforderungen fragen.

„Komm, folge mir nach!“ lautet die Einladung Jesu seit bald 2000 Jahren. Im Ruf nach Kirchenreform wurde sie vor 500 Jahren neu gehört. Wie antworten wir auf diesen Ruf heute?

Renewal 2027: Eine Dekade der Erinnerung und Erneuerung

Im Februar 2017 tagten in Augsburg die Leitungsgremien der Mennonitischen Weltkonferenz. Sie fragten nach der Bedeutung der Bibel und eröffneten eine neue Reformationsdekade. Von 2017 bis 2027 soll jedes Jahr unter ein bestimmtes Thema gestellt und in einem anderen Kontinent eröffnet werden. Den Anfang macht 2017/2018 mit dem Thema „Erneuert durch Das Wort“. Der Schwerpunkt liegt auf der „radikalen Reformation“, doch sollen nicht nur täuferisch-mennonitische Gemeinden, sondern alle Kirchen eingeladen werden.

In dieser neuen Reformationsdekade liegen wichtige Erinnerungsdaten der Täuferbewegung:

21.1.1525, Zürich, erste Bekenntnistaufe

24.2.1525, Schleitheimer Bekenntnis

20.5.1527, Michael Sattler in Rottenburg verbrannt, Margarete Satter im Neckar ertränkt.

20.-24.8.1527, Augsburg, Versammlung von Täufern aus Süddeutschland, Österreich und Schweiz.

Viele weitere Daten ließen sich nennen. Doch es soll nicht nur um Erinnerung gehen, sondern aus der Erinnerung um innere und äußere Erneuerung aus dem Geist Gottes.

Die andere Reformation

Eine Veranstaltungsreihe

Im Reformationsjahr 2017 und den Jahren danach soll eine Veranstaltungsreihe Impulse der anderen Reformation bekannt machen.  – Die Reihe begann am 6.12.2016 mit der Erinnerung an den Tod des Täuferpredigers Hans Hut am 6.12.1527 im Augsburger Gefängnis.

 Europäischer Stationenweg in Augsburg

Mi 19.4.17,10-19, Rathausplatz Geschichtenmobil

Begrüßung & Empfang,  12-13 Uhr, Rathausplatz

So leise treten kann ich nicht, 3 Stationen: Jüdisch Glaub – Confessio – Getauft

14-16.30, Rathaus, Annahof, Barfüßerkirche

Die Station „Getauft“ handelt von Ostern 1528

Vom Tod zum Leben – der Weg Hans Leupolds

Di 25.4.17,18 Uhr, Zukunftsdenkmal am Fuß- und Radweg vom Klinkertor zum Eisstadion.

Am 25.4.1528 wurde Hans Leupold, Vorsteher der Täufergemeinde, „aus Gnaden mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet“. Er war Ostern 1528 verhaftet worden. Als ihm das Urteil vor dem Rat-haus verlesen wurde, rief er laut: „Nit also, ir herren von Augspurg! sondern ob gott will, auss dem todt ins leben!“ – Seit 18.11.2016 gibt es am damaligen Richtplatz ein Zukunftsdenkmal! Ein guter Ort zum Gedenken.

Verdammung, Nein Danke! Rückführung von CA 16 nach Wittenberg

Friedenspilgerfahrt von Augsburg nach Wittenberg

Radtour, 1.-10.9.17, Verabschiedung der Tourgruppe Fr 1.9.17, 9 Uhr, Zukunftsdenkmal am Eisstadion.

Der Versöhnungsbund lädt ein, Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses zurück nach Wittenberg zu bringen, wo Melanchthon es verfasst hatte. 1530 beim Reichtag in Augsburg verlesen verdammt CA 16 die „Wiedertäufer“ wegen ihres Pazifismus und erlaubt den Christen „ohne Sünde gerechte Kriege zu führen“. Info: Thomas Nauerth, 0521/171861, nauerth@friedenstheologie.de, weitere Infos

Die verfolgte Bibel oder Wie es in Augsburg verboten war, Ostern zu feiern

Stadtführungen auf den Spuren einer Bibellesebewegung der Reformationszeit

  • Sa 8.4.17, 10 Uhr
  • Sa 15.4.17, 16 Uhr, Karsamstag
  • Di 18.4.17, 18 Uhr
  • So 23.4.17, 16 Uhr
  • Sa 6.5.17, 10 Uhr
  • Sa 13.5.17, 16 Uhr

Im Begleitprogramm der Bibelausstellung „Unser Buch“ www.unser-buch-augsburg.de/veranstaltungen/stadtfuehrung/

Kontakt: Wolfgang Krauß, Mennonitengemeinde Augsburg, 01522-1627812 wolf@loewe-und-lamm.de      www.mennonitengemeinde.de

Mutig bekennen – friedlich streiten.  500 Jahre reformatorische Bewegung, 1517-2017


Mennonitische Weltkonferenz startet Dekade der Erneuerung „Renewal 2027“

Öffentliche Veranstaltung: Verändert durch Das Wort: Die Bibel lesen aus täuferischen Perspektiven, So 12.2.2017, 9.30-16.30, Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, 86150 Augsburg

Augsburg war in den Jahren der Reformation ab 1526 auch Zentrum der Täuferbewegung und damit ein Entstehungsort der heutigen Freikirchen. Vom 8.-17.2.2017 erinnert eine Tagung der Mennonitischen Weltkonferenz (MWK) im katholischen Tagungshaus St. Ulrich an diese „andere Reformation“. Zum ersten Mal seit 490 Jahren gibt es damit eine internationale Konferenz der Täuferbewegung in Augsburg. Im August 1527 trafen sich in Augsburg führende Vertreter der Täuferbewegung aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich. Sie tagten an wechselnden Orten, um der Verfolgung durch den Stadtrat zu entgehen. Nach dem Treffen wurden vier Augsburger Täuferführer verhaftet. Unter ihnen Hans Hut. Er starb am 6.12.1527 in Haft. Sigmund Salminger, Jakob Groß und Jakob Dachser blieben 3 ½ Jahre im Gefängnis. Die meisten anderen Teilnehmer wurden auf der Heimreise gefangengenommen und hingerichtet. Darum wurde das Treffen später als „Märtyrersynode“ bekannt.

Im Rahmen des Treffens ihres Exekutivkomitees vom 10. bis 17.2.2017 lädt die MWK zu einer öffentlichen Tagung am So 12.2.17 ins Tagungshaus St. Ulrich ein. Damit startet eine Dekade der Erinnerung und der Erneuerung. In den Jahren von 2017 bis 1527 soll  an die Anfänge der Täuferbewegung erinnert werden und nach Perspektiven der Erneuerung gesucht werden. Während der Tagung des Exekutivkomitees trifft sich auch die trilaterale Dialoggruppe von Vatikan, Lutherischem Weltbund und Mennonitischer Weltkonferenz zum Thema „Taufe“ zu ihrer abschließenden Sitzung.  weitere Infos

 

Eine Dekade der Erneuerung „Renewal 2017-2027“

Verändert durch Das Wort: Die Bibel lesen aus täuferischen Perspektiven

So 12.2.2017, 9.30-16.30, Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, 86150 Augsburg

Gedenken an den Beginn der Täuferbewegung in der Reformation  –  Auf der Suche nach Perspektiven der Erneuerung

Mennonitische Referenten aus fünf Kontinenten und ökumenische Gäste bewegen das Thema „Verändert durch Das Wort – Die Bibel lesen aus täuferischen Perspektiven”. In Gesprächsgruppen können sich alle beteiligen. Die Tagung ist öffentlich. Sie steht in Verbindung mit der Tagung des Exekutivkomitees der Mennonitischen Weltkonferenz (MWK) in Augsburg.

Tagungssprache Deutsch. Kosten inklusive Essen 35 Euro / Schüler & Studenten 15 Euro.

Anmeldung: www.mwc-cmm.org/renewal2027

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oder: Ein Pfälzer als Präsident

E Pälzer werd Presidend. Wer hed des geglaabd? Dass no’em Kohl no’emol eener vun uns so uffstait. Oder werd ers doch ned? Werd uns soi postfaggischie Polidik doch erspard bleiwe? Ich mach uf hochdeidsch weider, dass mich mee Leid vaschdehn.

Der Großvater des Donald wurde in Kallstadt geboren und wanderte aus wirtschaftlichen Gründen nach USA aus. Von dort wollte er aber bald wieder zurück in die heimische Pfalz, weil es mit dem wirtschaftlichen Fortkommen drüben zunächst mau aussah. Seine Gesuche um Wiedereinreiseerlaubnis in die damals bayerische Pfalz wurden jedoch abschlägig beschieden. Die bayrischen Behörden vermuteten, er habe mit der Auswanderung vor allem seiner Wehrpflicht entgehen wollen. Wäre ein schöner Zug von ihm gewesen. Er stritt es ab, bekam aber doch kein Rückkehrvisum. Wie dem auch sei, ein bisher völlig unbekannter Fakt, könnte, wenn er bekannt würde, noch in letzter Minute Donalds Einzug ins Weiße Haus verhindern.

Donald ist gar kein geborener US-Amerikaner! Doch nur ein solcher darf Präsident werden. Was die Öffentlichkeit bisher nicht weiß: er wurde in der Pfalz geboren! Als seine Eltern im Frühsommer 1946 eine Nostalgiereise in die alte Heimat unternahmen, war Mutter Mary Anne hochschwanger und früher als erwartet setzten schon vor der Rückreise die Wehen ein. Im damaligen Diakonissenkrankenhaus Bad Dürkheim erblickte Kleindonald das Licht der Pfalz.

Liegt hier der wahre Grund, dass er sich standhaft weigert, seine Geburtsurkunde zu zeigen? Inzwischen ein noch größeres Tabu als seine Steuererklärung? Liegt hier die eigentliche Erpressungsgefahr durch Russland? Ob diese dunklen Ecken seiner frühen Biografie jemals ausgeleuchtet werden? Warum wagt sich weder die etablierte Presse noch Breitbart an diese Aufgabe?


Ich trauere um die Opfer in Berlin. Schrecklich mit einem LKW in eine Menschenmenge zu fahren. Wieviel Hass steckt in einem Menschen, der sowas tut? Was ist mit ihm geschehen? Was hat diesen Hass geweckt?

„Ein Anschlag auf unsere Art zu leben“, nennt der Bundespräsident die Untat auf den Berliner „Weihnachtsmarkt“. Die Bundeskanzlerin meint, die Terroristen könnten uns nicht zum Verzicht auf „Weihnachtsmärkte“ zwingen. Nein, nein, nein, diese Märkte sind NICHT meine Art zu leben. Da ich zu dem Kollektiv „wir“ bzw. „uns“ gehöre, sollte ich zuvor gefragt werden. Ich verzichte seit Jahren, soweit irgend möglich auf den Besuch solcher Märkte. Dazu brauche ich keine Terroristen, keinen Zwang.  Der Geruch von Glühwein und Bratwürsten schon am Vormittag ekelt mich an. Was hat das ganze, schon im November beginnend, mit Weihnachten zu tun? Leider überwuchern diese Märkte inzwischen ganze Innenstädte, so dass ich kaum um sie herum komme. Vor 50 Jahren gab es sowas in Nürnberg, in München … wo sonst noch? Inzwischen droht die ganze Republik im Weihnachts-Konsumpf zu versinken.

In der Nachfolge dessen, der nichts mit diesen Märkten zu tun hat, sind wir alle eingeladen, aufzubrechen in sein Reich des Friedens. Auf Terror und Krieg mit der Waffe der Liebe zu antworten. Danach zu trachten, dass niemand zu kurz kommt und meint, sich nur noch mit Gewalt und Mord Luft verschaffen zu können. Ein wichtiger Schritt: Weihnachten nicht mehr verkaufen! Advent als Zeit der Besinnung gestalten. Sich auf das Kommen des Friedefürsten vorbereiten.

Vergesst Alleppo nicht! Vergesst Mossul nicht! Vergesst Falludscha nicht! Vergesst Aden nicht! Vergesst Juba nicht!

 


Donnerstag, 15.12.2016, 19 Uhr, Stiftskirche Bretten

Mit Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, Prof. Günter Frank, Wolfgang Krauß, Prof. Johanna Rahner

Europäischer Stationenweg – Geschichten auf Reisen, Ein Projekt im Rahmen des Reformationsjubiläums 2016/17, Station Bretten

Philipp Melanchthon wurde 1497 in Bretten geboren. Der Weggefährte und Freund Martin Luthers gilt selbst als wichtiger Reformator. Sein 1530 verfasstes Augsburger Bekenntnis ist bis heute eine zentrale lutherische Bekenntnisschrift. Eine Abendveranstaltung am 15.12.16 würdigt sein Wirken, samt Licht- und Schattenseiten. Gespräch und Kabarett, Musik und Theater wechseln sich ab in der Brettener Stiftskirche.

Der Mensch ist zum wechselseitigen Gespräch geboren. Philipp Melanchton

Zwei Themen greift die Brettener Station auf: Ökumene und Frieden. Melanchthon gilt als der Ökumeniker unter den Reformatoren. Sein Motto „Der Mensch ist zum wechselseitigen Gespräch geboren“ brachte ihm in der Reformation bei manchen den Ruf des Leisetreters ein. Heute schätzt man gerade diese Seite seines Wirkens. Die katholische Theologieprofessorin Johanna Rahner aus Tübingen wird die Bedeutung Melanchthons für die evangelisch-katholische Ökumene würdigen.

Auch beim Thema Frieden stellte Melanchthon wichtige Weichen – allerdings in die falsche Richtung. Seine Verurteilung des Pazifismus der Täufer im Augsburger Bekenntnis hatte für täuferische Christen schlimme Folgen. In theologischen Gutachten rechtfertigte er zudem die Todesstrafe für halsstarrige Täufer. Auch von lutherischen Obrigkeiten wurden viele hingerichtet. Erst 2010 bat der Lutherische Weltbund bei seiner Vollversammlung in Stuttgart die Mennonitische Weltkonferenz als Nachfahren der Täufer um Vergebung der Schuld, die lutherische Christen in der Reformationszeit auf sich geladen hatten. Wolfgang Krauß von der Mennonitengemeinde Heidelberg-Bammental wird auf die Verfolgung der Täufer eingehen und von der Aussöhnung zwischen Lutheranern und Mennoniten berichten.

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Graffito eines gefangenen Täufers im Pfeiferturm Bretten:
1532 ich caspar schön . verman dich in got bis ans end amen

 

Der Melanchthonbeauftragte der Evangelischen Landeskirche in Baden, Pfarrer Hendrik Stössel und der Leiter der Europäischen Melanchthonakademie in Bretten, Günter Frank, kommen zu Melanchthons Wirken zu Wort. Besondere Gäste des Abends sind auch der badische Landesbischof Jochen Cornelius Bundschuh und der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen Reve-rend Dr. Olaf Tykse Tveit. Moderiert wird der Abend von Wolf Dieter Steinmann, Rundfunkpfarrer der badischen Landeskirche.

Der Stationenweg will „Geschichten auf Reisen“ erzählen und die „Reformation als Roadshow quer durch Europa“ anschaulich machen. Dazu wird am Mittwoch, 14.12.16, 17.30 ein besonderer LKW, das Geschichtenmobil des Stationenwegs, in Bretten begrüßt. Hier werden die Geschichten der Brettener Station vorgestellt.

Der Stationenweg wird organisiert vom Reformationsjubiläum 2017 e.V. (r2017) in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Gemeinschaft  Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK). Er führt über 68 Stationen in 19 europäischen Ländern und startete am 3.11.2016 Genf, der „Hauptstadt der Ökume-ne“. Letzte Station ist am 18.5.2017 Bernburg, Sachsen-Anhalt, bevor der LKW am 20.5.2017 in Wittenberg ankommt und dort in die „Weltausstellung Reformation – Tore der Freiheit“ mündet. An allen Stationen werden regionale (Reformations-)Geschichten von den  gastgebenden Kirchen in Kooperation mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Partnern inszeniert. Die Geschichten werden unterwegs gesammelt und während der Weltausstellung Reformation in Wittenberg vom 20.5. bis 10.9.2017 gezeigt.

Bretten gehört zum europäischen Verbund der Reformationsstädte. Das heutige Melanchthonhaus wurde 1897 in neugotischem Stil an der Stelle des 1689 abgebrannten Geburtshauses des Reformators errichtet. Es dient als Gedenkstätte, beherbergt eine umfangreiche Bibliothek auch mit Originalhandschriften Melanchthons. Neben einem Museum beherbergt es auch die Europäische Melanchthonakademie.                                                                   Mehr Info: https://r2017.org


Martin Luther kommentiert die US-Präsidentenwahl

Trump hat die Wahl gewonnen“, war das erste, was meine Frau mittwochfrüh, 9.12.16, zu mir sagte. Ich lag noch im Bett, sie hatte aber schon Nachrichten angesehen. „Du machst Witze“, antwortete ich. Aber es war Ernst.

Drei Wochen ist das her und mehr als ein  Luther-Zitat bringe ich als ersten Kommentar nicht hin. Eine Woche nach der Wahl bin ich drauf gestoßen, als ich für ein Seminar den Text von 1526 las „Ob Kriegsleute auch in seligem Stand sein können“. Klar, sagt Luther vor 490 Jahren, können sie! Wie soll die Welt ohne Kriegsleute funktionieren? Wie sollen die Fürsten regieren ohne Soldaten? Mit der Bergpredigt geht das nicht. Die gilt für die Christen nur privat.

Martin Luther weiß, warum Donald Trump gewählt wurde

Martin Luther weiß, warum Donald Trump gewählt wurde

Allerdings gibt Luther den Fürsten und Soldaten doch einige Ratschläge, wie sie ihr Handwerk betreiben sollen. Manches davon durchaus guter Rat für einen künftigen US-Präsidenten, der sich wohl kaum entschließen wird, die US-Armee abzuschaffen. Und Luther kommt tatsächlich auf das Markenzeichen Donald Trumps zu sprechen, seine gelben Haare. Ich kürze es mal so: „Ein … Fürst …, der dieses Amt [nur] … wahrnimmt …  seiner schönen gelben Haare willen, … der ist ein Narr.“ Auf frühneuhochdeutsch wird noch klarer , wer gemeint ist: „[tr]ump seiner schonen, gelhen har willen“.

Wer mehr Kommentar braucht, lese das Zitat unten im Zusammenhang – in heutigem oder  Original-Luther-Deutsch oder die ganze Schrift „Ob Kriegsleute …“. Sie lässt sich mittels Suchmaschine im Netz finden. Wer wissen will, ob Kriegsleute tatsächlich „in seligem Stand“ sein können, der lese Matthäus 5-7, um zu erfahren, wen Jesus selig preist.

Seltsam, dass im „Lutherjahr“ noch niemand sonst auf diesen Text gestoßen ist. Wird doch sonst jeder F… von Dr. Martinus zitiert.

 

Ob kriegsleute auch ynn seligem stande seyn kuenden. 1526

… Wo aber ein Herr odder Fuerst solch seines ampt und befelhs nicht war nympt und lest sich duncken, er sey nicht umb seiner unterthanen willen, sondern umb seiner schonen, gelhen har willen Fuerst, als hette yhn Gott daruemb zum Fuersten gemacht, das er sich seiner gewalt, guts und ehren frewen solle, lust und trotz drynnen haben und sich drauff verlassen, der gehort unter die heyden, ja er ist ein narr. Denn der selbige solt wol umb einer tauben nus willen krieg anfahen und nichts ansehen, denn wie er seinen mutwillen buesset. Dem selbigen weret nu Gott damit, das andere auch feuste haben und jensyt des berges auch leute sind, und behelt also ein schwerd das ander ynn der scheiden.

Ob Kriegsleute auch in seligem Stand sein können. 1526

Ein Herr oder Fürst aber, der dieses Amt und diesen Auftrag nicht wahrnimmt, sondern meint, er sei nicht um seiner Untertanen willen, sondern seiner schönen gelben Haare willen Fürst, Gott habe ihn zum Fürsten gemacht, damit er sich seiner Macht, seines Besitzes und seiner Ehre freue, dass er Spaß daran habe und auch die Möglichkeit, trotzig aufzutreten und sich darauf zu verlassen, der gehört unter die Heiden, ja, der ist ein Narr. Denn dieser selbe dürfte auch um einer tauben Nuss willen einen Krieg anfangen und auf nichts anderes sehen als darauf, wie er seinen bösen Willen befriedigt. Solchen tritt Gott entgegen dadurch, dass auch andere Fäuste haben und jenseits des Berges auch Leute wohnen. So hält ein Schwert das andere in der Scheide fest.


Nikolaustag, Dienstag 6.12.2016, 18 Uhr, Erinnerung an Hans Hut

Elias-Holl-Platz, hinter dem Rathaus, damals „Eisenhaus“ (Stadtgefängnis)

 

Augsburg 6.12.1528. Der Täuferprediger Hans Hut stirbt im Gefängnis. Todesursache Rauchvergiftung nach einem rätselhaften Brand in seiner Zelle. Aus den städtischen Quellen erfahren wir, er habe den Brand selbst gelegt, um im Durcheinander der Löscharbeiten fliehen zu können. Ein täuferisches Geschichtsbuch berichtet, er sei bei strengem Verhör gefoltert und bewusstlos wieder in den Turm gelegt worden. Dort sei dann eine Kerze ins Stroh gestellt worden. – In einer makabren Gerichtsverhandlung wird über seiner Leiche das Todesurteil gesprochen. Am 7.12.1527 wird das Urteil auf dem Scheiterhaufen an seinem Leichnam vollstreckt.

Hans Hut 1490 - Augsburg 6.12.1527

Hans Hut 1490 – Augsburg 6.12.1527

Die andere Reformation in Augsburg

Mit dem Gedenken startet eine  Veranstaltungsreihe zur „Anderen Reformation in Augsburg“ im Rahmen der Erinnerung an „500 Jahre reformatorischer Bewegung, 1517-2017“

Taufe als Zeichen der Entscheidung

Gartengeschwister wurden sie in Augsburg genannt. Zwischen 1526 und 1528 sollen es um die 1000 Brüder und Schwestern gewesen sein. Von ihren Gegnern als Ketzer, Aufrührer, Wiedertäufer, Schwärmer, Himmelsstürmer, neuer Tauforden oder neue Möncherei diffamiert, bezeichnet die historische Forschung sie heute als Täuferbewegung. Sie übten Kritik an der Säuglingstaufe und wollten wie die frühe Kirche nur Erwachsene taufen. Die Taufe sahen sie als Zeichen der Entscheidung, Jesus nachzufolgen. Dass viele der Obrigkeit wegen der von Jesus gebotenen Feindesliebe den Waffendienst verweigerten, machte sie bei den Mächtigen nicht beliebter. Vom Augsburger Stadtrat und der offiziellen Reformation in den Untergrund abgedrängt, wurden sie schließlich gewaltsam aus der Stadt vertrieben. Fast überall im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation waren sich die entstehenden lutherischen und reformierten Kirchen mit der katholischen Kirche und den jeweiligen Landesherren einig: Die Täufer gehören als „Aufrührer“ und „Gotteslästerer“ kriminalisiert, verfolgt und vernichtet. Luthers Mitarbeiter Melanchthon verdammte die „Wiedertäufer“ im Augsburger Bekenntnis in vier Artikeln. Ein gemeinsames Feindbild sollte Brücken bauen zur katholischen Religionspartei. In Gutachten empfahl Melanchthon den Obrigkeiten die Todesstrafe für „halsstarrige“ Täufer. Ihre Verfolgung war sozusagen die erste „ökumenische“ Aktion nach der Kirchenspaltung.

Augsburg, Zentrum der Täuferbewegung

Augsburg war neben Straßburg Hauptzentrum der Täuferbewegung. Erst seit 1926 gibt es in Augsburg eine Mennonitengemeinde, benannt nach dem niederländischen Prediger Menno Simons, 1496-1561, steht sie in der täuferischen Tradition. Auch die im 19. Jahrhundert entstandenen Baptisten- und freien evangelischen Gemeinden verdanken Taufverständnis und andere Impulse der Täuferbewegung. Ebenso die Anfang des 20. Jahrhunderts entstehenden Pfingstgemeinden und andere freie Gemeinden.

Wenig war bisher in den Jubiläumsveranstaltungen zu 500 Jahre Reformation von diesem damals unterdrückten Flügel der Reformation die Rede. Das soll sich für Augsburg ändern. Religions- und Gewissensfreiheit stehen zwar im Grundgesetz und sind hierzulande weitgehend gewährleistet. Doch in vielen Ländern werden Christen u.a. religiöse Minderheiten verfolgt. Auch in Deutschland sind, wenn vom „bedrohten christlichen Abendland“ die Rede ist, gefährliche Töne zu hören.

Heutige und zukünftige Herausforderungen

Beginnend am 6.12.2016 möchte eine Veranstaltungsreihe an die Anfänge der Täuferbewegung erinnern und nach heutigen und zukünftigen Herausforderungen fragen. –„Komm, folge mir nach!“ lautet die herausfordernde Einladung Jesu seit bald 2000 Jahren. Im Ruf nach Kirchenreform wurde sie vor 500 Jahren neu gehört. Wie antworten wir auf diesen Ruf heute?


MUT

MUT steht in überlebensgroßen Lettern auf einem Flachdach über dem Augsburger Rathausplatz.

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Vorgestern abend höre ich im Zeughaus – dem ehemaligen Waffenlager der freien Reichsstadt – die Geschichte von André Shephard, dem mutigen Deserteur, der seinen Einsatz als US-Soldat in Irak verweigert, als ihm klar wird, an welchen Verbrechen er da mitwirkt. Spät am Abend erfahre ich erst durch einen Anruf von dem Attentat in München. Warum nicht schon, als wir mit drei vier Dutzend Friedensleuten beisammen waren?  Hatten alle noch nichts davon gehört? Ich war sogar nach 21 Uhr am Bahnhof und wunderte mich, warum der ICE nach München im Gleis stand. Später wurde mir klar, warum er nicht weiterfuhr. Schließlich eine lange Nacht an PC und Fernsehen, statt des Medienfastens zuvor.

Samstag um 10 warte ich am Rathaus. MUT MÄRTYRER steht auf meinem Pappschild. Was soll das? fragt ein Mann mittleren Alters. Ja, sage ich, da hat sich gerade wieder einer selbst zum Märtyrer gemacht und viele andere mitgenommen in den Tod. Hier geht’s um andere Märtyrer. Sie wurden getötet, weil sie der Gewalt und dem Töten Widerstand leisteten. Ich folge in meiner Stadtführung dem Thema MUT durch die Jahrhunderte vom Märtyrertod der Stadtheiligen Afra im Jahr 304 über die aus Augsburg vertriebenen Geschwister der Täuferbewegung, bis zu den Männern und Frauen, die Hitler und den Nazis mutig widerstanden. – Wir kommen ins Gespräch. Er wohnt in Augsburg, ist bei der Polizei in München, hatte damit gerechnet, auch zum Einsatz gerufen zu werden. Gibt es keine Kundgebung wie bei Charlie Hebdo auf dem Königsplatz? Wir erkundigen uns im Rathaus Souvenirlädchen, bei der AZ, im Touristeninfo, dort schaut man im Internet. Nichts zu finden. Wir sind uns einig, der Terror lässt sich nicht mit materiellen Waffen besiegen. Klar muss der Staat mit seinem Gewaltmonopol dagegen halten, das eigentliche Schlachtfeld liegt aber auf der geistlichen Ebene. – Märtyrer, das sind in der kirchlichen Überlieferung die gewaltfreien Zeugen und Zeuginnen Christi. Jesus ging seinen Feinden in Liebe gewaltfrei entgegen. – Guten Tag noch, wünsche ich meinem Gesprächspartner, hoffentlich ohne unerwarteten Einsatz.

Ewas später komme ich am Gemeindehaus St. Anna vorbei. Ein vielstimmiger Blockflötenchor übt gerade. Ich summe mit: Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald. – Wie haben wir uns verlaufen, wenn schon die Kinder vom Flammentod im Ofen singen? Welche Bedrohung bedeutet die finstere Hexe im tiefen Wald und werden wir mit ihr fertig, wenn wir die Sache einfach umdrehen? Hexenprozesse sind auch ein Thema meiner Stadtführung.

MUT in überlebensgroßen Lettern über dem Rathausplatz. Mut – wir brauchen ihn zum Leben und Überleben.


… im Nordosten Nigerias wird die aufgeregte
Anti-Islam-Polemik der letzten Wochen dementiert? Der
menschenverachtenden Aggression der Terrormiliz Boko Haram setzt die
etwa eine Million Glieder zählende Ekklesiyar Yan’uwa a Nigeria (EYN –
Kirche der Geschwister) eine doppelte Waffe entgegen. …
Gewaltfrei trotz Boko Haram
Interreligiöse Friedensarbeit im Angesicht des Terrors
Ephraim Kadala & Hussaini Shuaibu zur Situation in Nordostnigeria
Augsburg16-05-13GewaltfreiTrotzBokoHaramPlakat
Freitag 13.5.16, 19.30, Lauterlech 49, 86152 Augsburg,
Ev. meth. Kirche

Ephraim Kadala, Pastor der Ekklesiyar Yan’uwa a Nigeria (Kirche der
Geschwister, EYN), und Hussaini Shuaibu, muslimischer Mitarbeiter der
Christian and Muslim Peace Initiative, (CAMPI), berichten von der
Gewalt gegen Christen und Muslime im Nordosten Nigerias.

Im April 2014 entführte die Terrororganisation Boko Haram 276
Schülerinnen. Die meisten gehörten zur EYN. Seit Jahren terrorisiert
Boko Haram die Christen der Region, tötete mehr als 10.000 Menschen
und vertrieb Tausende aus ihrer Heimat.

Trotz der Aggression hält die EYN an der Friedensbotschaft des
Evangeliums fest und unterrichtet ihre Glieder in der biblischen Lehre
von Frieden und Versöhnung, knüpft Kontakte zu dialogbereiten
Muslimen, arbeitet gegen die ökonomischen und politischen Ursachen der
Gewalt. Der Schwerpunkt ihres Beitrags zur friedlichen Koexistenz von
Muslimen und Christen besteht in Ausbildung und Training für
Konfliktsituationen, sowie Traumabearbeitung. Dafür erhalten EYN und
CAMPI am 20.5 2016 in Rottenburg/Neckar den Michael-Sattler-Friedens-
preis des Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees .

Veranstalter:
Augsburger Friedensinitiative,
Evangelisch methodistische Kirche,
Mennonitengemeinde,
pax christi – Internationale katholische Friedensbewegung

www.michael-sattler-friedenspreis.de


Bei ihrem Auftritt zum Neujahrsempfang der Augsburger AfD erhielt Frauke Petry den Lokomotivführer Lukas als Marionette der Augsburger Puppenkiste als Geschenk. Die Augsburger Allgemeine Zeitung druckte ein Interview mit dessen Freund Jim Knopf ab. Darin wird er gefragt, ob er selber denn zu Petry ziehen würde. Seine Antwort: „nur ganz kurz …, um meinen Freund Lukas den Lokomotivführer dort rauszuziehen.“ Auf die Frage, was er zu den vielen dunkelhäutigen Jungs aus fernen Ländern meint, die derzeit in Augsburg leben: „Ich hoffe, dass jeder, der in seiner Heimat um sein Leben fürchten muss, in Deutschland sein eigenes Lummerland finden darf.“

Das ganze Interview ist hier nachzulesen http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Jim-Knopf-im-Interview-Ich-wuerde-nur-kurz-zu-Frau-Petry-ziehen-id36969032.htm


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